Unser Kita-Konzept

Pädagogisches Konzept: ganzheitlicher pädagogischer Ansatz
Besondere Schwerpunkte: Projektbezogene Arbeit (z. B. Musikprojekt in Kooperation mit der Musikschule Neustadt)

Unser Motto sind die fünf „Z“:

  • Wir lassen uns ZEIT
  • Wir werden ZUHÖREN
  • Wir geben ZUWENDUNG
  • Wir vermitteln ZUTRAUEN
  • Wir loben ZIELGERICHTET

In Kombination mit festen Abläufen, Ritualen, Regeln und Grenzen bieten wir in unserer Kita ein kindgerechtes Umfeld zur individuellen Entwicklung. Unsere Ziele bestehen darin, die Kinder nach der ersten Trennung vom Elternhaus in eine Gruppe zu integrieren und ihr Selbstbewusstsein für den späteren Besuch im Kindergarten zu stärken.

Durch altersgerechte Angebote werden u. a. kreative und musikalische Fähigkeiten gefördert. Das freie Spielen, Erlernen von Grenzen und Regeln sowie Zuwendung, Geborgenheit und Kuscheln haben einen hohen Stellenwert. Aktuelle Situationen und Bedürfnisse der Kinder werden angemessen berücksichtigt.

Die Einnahme gemeinsamer Mahlzeiten wie Frühstück und ein warmes täglich frisch gekochtes angeliefertes Mittagessen und der tägliche Mittagsschlaf gehören zu unserem Konzept.

Ein Tag in unserer Kita

Ein beispielhafter Tagesablauf gibt Ihnen einen Einblick in den Kita-Alltag der Kinder:

07.30 – 08.00Frühdienst (ab 3 Kinder, es entstehen zusätzliche Kosten)
08.00 – 08.30Bring- und Freispielzeit. Alle Kinder sollten um 08.30 h anwesend sein
ca. 08.30 – 09.15Gemeinsames Frühstück. In dieser Zeit möchten wir nicht gestört werden
09.15Bringzeit in Ausnahmefällen
ca. 09.15 – 10.45Angebote, Freispielzeit, gemeinsames Aufräumen, Köperpflege nach Bedarf
ca. 10.45 – 11.00Singkreis mit Begrüßungslied, Fingerspielen etc.
ca. 11.00 – 11.45Gemeinsames Mittagessen
ca. 11.45 – 13.45Körperpflege, Mittagsruhe/-pause
ca. 13.45 – 14.00Aufwachphase, Körperpflege
ca. 14.00 – 14.20
anschließend
Gemeinsames Picknick
Freispiel
14.45 – 15.00Abholzeit und Ende der regulären Betreuungszeit, Beginn Spätdienst (es entstehen zusätzliche Kosten)
15.15 – 15.30
15.30 h
Abholzeit der Spätdienstkinder
Ende der Betreuungszeit, die Einrichtung schließt.

Zusätzliche Informationen über unsere Arbeit mit den Kindern können Sie unserer Konzeption entnehmen.

Eingewöhnungszeit zu Beginn der Betreuung

Die individuelle und verpflichtende Eingewöhnungszeit zu Beginn der Betreuung in unserer Kita erleichtert Ihnen und Ihren Kindern den Einstieg in den Kita-Alltag. Eine Teilnahme an Elternabenden und verschiedenen Veranstaltungen gibt Ihnen einen zusätzlichen Einblick in unsere pädagogische Arbeit.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch. Bitte melden Sie sich telefonisch unter 05032-918749 an.

Klicken Sie hier, um unsere Konzeption als PDF-Dokument herunterzuladen.

Vorgehen Anmeldung

Anmeldungen Ihrer Kinder bzw. Ihres Kindes für einen Betreuungsplatz in einer Kita im Stadtgebiet Neustadt erfolgen einheitlich im November des laufenden Kalenderjahres für das darauffolgende Kindergartenjahr. Hierzu liegen in allen Kitas die entsprechenden Anmeldeformulare aus bzw. können über die Homepage der Stadt Neustadt heruntergeladen werden. Die ausgefüllten Anmeldeformulare geben Sie in der von Ihnen mit dem Erstwunsch gewählten Kita ab. Sie haben zudem die Möglichkeit, zwei weitere Wunscheinrichtungen für die Kinderbetreuung auszuwählen.
Nach der Anmeldung im November werden Sie im Februar von den der Kita darüber informiert, ob Ihrem Betreuungswunsch entsprochen werden kann oder nicht. Kann Ihrem Wunsch nicht entsprochen werden, erfolgt die weitere Platzvergabe in Abstimmung mit dem Familien Service Büro der Stadt Neustadt. Weitere Informationen erhalten Sie über die Homepage der Stadt Neustadt.

Dieses Verfahren ist mit allen Trägern von Kindertagesstätten im Stadtgebiet Neustadt verbindlich vereinbart.

Unsere Konzeption

Diese Konzeption wurde von den Mitarbeitern (damit sind im folgenden Text sowohl weibliche als auch männliche Mitarbeiter gemeint) und dem Vorstand der Kinderkrippe „Die Krümelmonster e. V.“ entwickelt. Sie unterliegt einer ständigen Überprüfung und Fortschreibung. Unter Einbeziehung der Erfahrung aus der Arbeit mit Kindern, der Entwicklung der Gesellschaft aber auch unter Berücksichtigung der Anregungen und Kritik von Eltern wird sie optimiert und den neuen Angeboten und Situationen angepasst.

Im Mittelpunkt stehen das Wohlbefinden und die Entwicklung der Kinder. Für ein unbeschwertes Lernen und Erfahren ist es uns wichtig, dass sich Kinder und Eltern in der Einrichtung geborgen und angenommen fühlen. Das Verhältnis zwischen Eltern und pädagogischem Personal sollte in beidseitigem Umgang ehrlich, vertrauensvoll, offen und unbelastet sein. So können alle Handlungen und Entscheidungen zum Wohl des Kindes von beiden Seiten mit einem guten Gefühl umgesetzt werden.

Alle Kinder erleben, erfahren und erlernen in unserer Einrichtung täglich und im Laufe der gesamten Betreuungszeit viel Neues. Dabei gehen wir auf die individuellen Bedürfnisse jedes einzelnen Kindes ein. So wird der Aufenthalt der Kinder in unserer Kinderkrippe täglich zu einem spannenden Erlebnis.

Das Krümelmonsterteam;
Neustadt, Dezember 2018

In diesem Abschnitt stellen wir die strukturellen und gesetzlichen Rahmenbedingungen vor, die die Grundlage für unsere pädagogische Arbeit bilden.

Am 18. Mai 1998 wurde der Verein „Die Krümelmonster e. V.“ gegründet. Er wird von einem ehrenamtlichen Vorstand geführt und ist vom Finanzamt Nienburg/Weser als gemeinnütziger Verein anerkannt. Jede Person kann Vereinsmitglied werden und unsere Arbeit mit Kindern durch einen überschaubaren Jahresbeitrag sichern.

In unserer Einrichtung wurden erstmals im August 1998 28 Kinder ab 3 Jahren in der Form des Spielkreises betreut (zwei Vormittagsgruppen). Bald kam eine Gruppe mit 10 Kindern in der Nachmittagsbetreuung hinzu. Mit dem steigenden Betreuungsbedarf und dem Wunsch nach einer Betreuung für jüngere Kinder änderte der Verein das Konzept. Seit der Umstrukturierung im August 2008 wird die Einrichtung als Kinderkrippe geführt.

Aktuell betreuen wir bis zu 15 Kinder ab dem vollendeten 1. Lebensjahr in einer Gruppe. Die Kinder können grundsätzlich bis zur Vollendung des 3. Lebensjahres in der Einrichtung bleiben. Spätestens mit Beginn des darauffolgenden Kindergartenjahres im August wechseln alle 3-Jährigen in einen Kindergarten.

Ein neugieriges Kind erfährt seine Umwelt jeden Tag aufs Neue. Es deutet die Erfahrungen und ist im ständigen Austausch mit seiner Umgebung. Dies ist die Basis frühkindlicher Bildungsprozesse.

Laut dem Gesetz über Tageseinrichtungen für Kinder (KiTaG) von 2002 haben Einrichtungen sowohl einen Erziehungs- als auch einen Bildungsauftrag zu erfüllen. Sie sollen „Kinder in ihrer Persönlichkeit stärken, sie in sozial verantwortliches Handeln einführen, ihnen Kenntnisse und Fähigkeiten vermitteln, die eine eigenständige Lebensbewältigung (…) fördern, den natürlichen Wissensdrang und die Freude am Lernen pflegen, die Gleichberechtigung von Jungen und Mädchen erzieherisch fördern, den Umgang von behinderten und nicht behinderten Kindern sowie von Kindern unterschiedlicher Herkunft und Prägung untereinander fördern.“ Dabei arbeiten wir mit den Familien zusammen, um die Erziehung und Förderung zu ergänzen und zu unterstützen.

Neben dem Bildungs- und Erziehungsauftrag gilt für Fachkräfte in der Kinderbetreuung auch der Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung (SGB VIII §8a). Wir achten auch darauf, ob der Schutz der Kinder vor Vernachlässigung oder Misshandlung gegeben ist und leiten ggf. entsprechende Schritte mit Fachkräften des Jugendamtes ein.

Eine weitere tägliche Aufgabe ist es, Gefährdungsrisiken für Kinder einzuschätzen und diesbezüglich entsprechend zu reagieren, um etwaige Gefahr abzuwenden. Durch die Betreuung in unserer Krippe geben die Erziehungsberechtigten diese Verantwortung, sowie die Aufsichtspflicht für den Betreuungszeitraum, an die Mitarbeiter der Krippe ab. Gefahrenquellen, die es abzuwenden gilt, sind u.a. Steckdosen, die durch Kindersicherungen gesichert werden müssen. Außerdem achten wir darauf, dass z.B. bei kreativen Aktivitäten die Materialien nur unter Aufsicht eines Mitarbeiters für die Kinder zur Verfügung stehen.

Auf dem Außengelände muss von den Mitarbeitern nach den gesetzlichen Bestimmungen des UVVGUN-VS 2, Regel GUV-SR 2 und dem DIN EN 1176-1 täglich überprüft werden, ob alle Spielmaterialien und Bereiche des Außengeländes optimal und unbedenklich genutzt werden können.
Alltagsrisiken wie das ‚Stolpern über die eigenen Füße‘ oder das ‚vom Stuhl/Fahrzeug Rutschen‘ kann durch die Aufsichtspflicht abgemildert, aber nicht komplett verhindert werden, da sich Kinder im Krippenalter teilweise noch unüberlegt und spontan bewegen und somit schneller in ihren Bewegung sind. Allgemein gilt, dass unser pädagogisches Personal durch ausreichend Aufsicht an den jeweiligen Stellen der Aufsichtspflicht Genüge tut.

Der Schutzauftrag gilt auch in Bezug auf den gesundheitlichen Zustand der Kinder. Wenn Erziehungsberechtigte und/oder Mitarbeiter beobachten, dass ein Kind erkrankt zu sein scheint (z.B. Erkältung), ist abzuwägen, ob es für das Wohl des Kindes angemessen ist, es in die Krippe zu bringen. Oft ist es für das Kind besser, wenn es sich zu Hause in Ruhe auskuriert. Bei stärkeren Symptomen, die über mehrere Tage hinweg anhalten, muss das pädagogische Personal nicht nur dem erkrankten Kind, sondern auch den anderen Kindern gegenüber einen Schutzauftrag erfüllen. Das bedeutet, dass die Mitarbeiter abwägen müssen, inwieweit das erkrankte Kind eine Gefährdung für die anderen Kinder darstellt. Bei Verdacht auf hoch ansteckende oder meldepflichtige Erkrankungen werden die Eltern informiert, um das erkrankte Kind abzuholen. Tritt ein Verdacht zu Hause auf, müssen die Eltern die Einrichtung informieren, damit auch dort entsprechende Maßnahmen ergriffen werden können.

Grundsätzlich betreuen wir die Kinder von Montag bis Freitag in der Zeit von 8.00h bis 15.00h (Kernbetreuungszeit). Bei entsprechendem Bedarf bieten wir darüber hinaus einen Frühdienst ab 07.30h und einen Spätdienst bis 15.30h an. Diese Sonderdienste finden ab einer Anmeldung von drei Kindern statt und werden extra berechnet.

Grundsätzlich erfolgt die Betreuung der Kinder in der Einrichtung ganzjährig. Lediglich während der Sommerferien ist die Einrichtung für ca. drei Wochen geschlossen. Darüber hinaus bleibt die Einrichtung zwischen Weihnachten und Neujahr und an gesetzlichen Feiertagen geschlossen. Weitere Schließzeiten können wegen Fortbildungen oder Studientagen entstehen, denn um eine Vertiefung des Basiswissens der Grundausbildung und die Erweiterung der fachlichen Kompetenzen der Mitarbeiter zu gewährleisten, ist die regelmäßige Teilnahme an Fort- und Weiterbildungen unverlässlich. Dieses wird durch Team oder Einzelfortbildungen gewährleistet. An den Tagen, an denen eine Teamfortbildung stattfindet, bleibt die Kinderkrippe geschlossen.

Die Einrichtung liegt in zentraler Lage in der Kernstadt von Neustadt am Rübenberge, mit Fußgängerzone und umfassendem Angebot von Einkaufsmöglichkeiten in unmittelbarer Nähe. Das nahegelegene Parkhaus ist bequem zu Fuß erreichbar. Der Bahnhof und Omnibusbahnhof sind nur wenige Gehminuten von der Krippe entfernt. Diese günstigen Verkehrsmöglichkeiten verbindet Neustadt mit den Nachbarstädten Wunstorf, Hannover und Nienburg, aber auch mit den umliegenden Dörfern.

In dem Erdgeschoß des Hauses Rundeel 4, 31535 Neustadt, befinden sich die Räumlichkeiten der Kinderkrippe. Eine Gesamtfläche von etwa 150 m² steht dort für die Betreuung von bis zu 15 Kindern zur Verfügung. An der Gebäuderückseite befindet darüber hinaus sich ein von außen nicht einsehbares und abgeschlossenes Außengelände.

Diese Räumlichkeiten nutzen wir während der Erstellung eines Neubaus am alten Standort. Nach der Fertigstellung zieht die Kinderkrippe wieder zurück, in die neuen Räume im Rundeel 19 ein.

Die Kosten für die Kinderbetreuung werden analog zur Gebührensatzung der Stadt Neustadt am Rübenberge in der jeweils gültigen Fassung erhoben.
Kosten für das tägliche Mittagessen, für Getränke sowie Projekte externer Anbieter werden gesondert erhoben.

Ab dem 3. Geburtstag greift auch bei uns die Gebührenfreiheit und die Betreuungskosten entfallen.

Die Arbeit in der Kinderkrippe stellt hohe Ansprüche an das Fachpersonal. Sie ist gekennzeichnet durch vielfältige Aufgaben, durch eigene Ansprüche und eine hohe Erwartungshaltung der Eltern und Träger der Einrichtung.

Unerlässlich sind die Arbeit mit dem Kind, die Arbeit im Team, die Arbeit mit den Eltern, die Anleitung von Auszubildenden und Aushilfskräften, die Zusammenarbeit mit verschiedenen Institutionen, die Beratung und die Öffentlichkeitsarbeit.
Voraussetzung für eine zufriedenstellende Erfüllung dieser Aufgaben ist eine gute personelle Besetzung mit ausgebildeten Fachkräften und ausreichende Verfügungszeiten. Regelmäßige Fortbildungen (gelegentlich auch im Team) sorgen dafür, dass unsere Mitarbeiter eine Betreuung auf hohem Niveau gewährleisten.

Darüber hinaus ist es selbstverständlich, dass sich sowohl die Mitarbeiter als auch der Vorstand mit den neuesten gesetzlichen Rahmenbedingungen vertraut machen und diese umsetzen.

In unserer Einrichtung sind pädagogisch ausgebildete und freundliche Fachkräfte angestellt. Bei Bedarf greifen wir für erforderliche Unterstützung auf erfahrene und zum Teil bereits langjährig beschäftigte Aushilfskräfte zurück.

Ergänzt wird unser Team durch eine Reinigungskraft und eine Küchenhilfe. Die Einrichtung wird täglich gründlich nach einem festen Hygieneplan von der Reinigungskraft gereinigt. Von der Küchenhilfe wird zum einen das täglich gelieferte und frisch gekochte Essen portioniert und zum anderen die Hygiene in der Küche gewährleistet.

In diesem Abschnitt stellen wir unsere Räumlichkeiten vor. Sie sind situationsorientiert eingerichtet und können zweckmäßig genutzt werden.In diesem Abschnitt stellen wir unsere Räumlichkeiten vor. Sie sind situationsorientiert eingerichtet und können zweckmäßig genutzt werden.
Der Gruppenraum verfügt über eine Größe von etwa 65m², die sich in verschiedene Bereiche aufgeteilten. So können die unterschiedlichsten Angebote durchgeführt werden: es wird gesungen, gebastelt, gemalt, geknetet, gespielt etc. Eine Hochebene bietet die Möglichkeit, das Treppensteigen zu erlernen oder den Gruppenraum aus der Vogelperspektive zu beobachten. Rückzugsmöglichkeiten bietet eine Höhle unter der Hochebene.

An einem großen Tisch in kindgerechter Höhe nehmen alle Kinder zu den Mahlzeiten gemeinsam Platz. Dieser Tisch wird auch als Kreativ- und Experimentierbereich genutzt. Eine Matratze bietet Möglichkeiten zum Ausruhen, Verweilen und Beobachten aber auch, um z.B. Bücher anzuschauen, sie vorgelesen zu bekommen, sich bei Musik zu entspannen und eine kurze Pause vom Gruppenalltag zu nehmen. Der große, nicht zerbrechliche Wandspiegel lädt zusätzlich zum Ausprobieren und Beobachten ein. Ebenso befindet sich ein großer Bauplatz im Gruppenraum. Angrenzende Regale sind mit verschiedenen Spielen, Bausteinen, Taschen, Autos usw. bestückt. Regelmäßig werden die Materialien unter Einbeziehung der Wünsche der Kinder ausgetauscht. An einem kleinen Tisch können die Kinder z.B. Puzzle, Stapel- oder Steckspiele auszuprobieren. Diese fördern die Feinmotorik, Ausdauer und kognitiven Fähigkeiten der Kinder. Durch ein großes Fenster kann das Außengelände beobachtet werden.

Im Kuschelzimmer erholen sich die Kinder beim Mittagsschlaf im eigenen Bett oder ruhen sich auf einer Matratze aus. Auch stehen hier die persönlichen Schlafkisten der Kinder, die bei der täglichen Mittagspause zum Einsatz kommen und nach Bedarf (spätestens jedoch nach 14 Tagen) von den Eltern gereinigt werden.
Die Körperpflege nimmt einen wichtigen Teil der Betreuung ein. Die Wickelzeiten orientieren sich an dem Bedarf der Kinder. Der Wickelbereich befindet sich in der Nähe des Kinder-WC/Bad und ist von den anderen Räumen nicht einsehbar. Unter Aufsicht können die Kinder über eine Treppe selbst nach oben auf den Wickeltisch klettern. Ersatzkleidung, Windeln und Pflegeprodukte befinden sich griffbereit in einem mit Namen versehenen Regal hinter dem Wickeltisch.

Liebevoll und mit dem nötigen Respekt werden die Kinder behutsam gepflegt und gewickelt. Durch kleine Reime und Fingerspiele lockern wir die intime Situation auf.

Ein separater Raum mit einer kleinen Toilette für Krippenkinder, niedrigem Waschbecken sowie einer Dusch- und Badegelegenheit befindet sich gleich neben dem Wickelbereich. Nach Bedarf kann das Kinder-WC von dort aus durch die Mitarbeiterinnen eingesehen werden.

Die extra kleine Kindertoilette wird bei entsprechendem Entwicklungsstand angeboten. Wir begleiten die Kinder, wenn sie es möchten, zur Toilette und sind ihnen beim Waschen der Hände und Anziehen behilflich.

Eine helle Garderobe bietet genügend Platz für Kinder und Eltern, um sich in Ruhe umzuziehen. Für jedes Kind stehen ein Garderobehaken und ein Ablagefach für Mützen usw. zur Verfügung. Über dem Ablagefach befindet sich ein weiteres Regal mit zwei Fächern zur Aufbewahrung von Wechselkleidung. Eine altersgerechte Sitzgelegenheit mit Schuhablage ist unter den Garderobehaken zu finden.

An den Wänden finden Eltern verschiedene Informationstafeln mit Terminen, Geburtstagsinformationen, Menüplan, gesetzlichen Bestimmungen, Hausordnung und Informationen zu Besonderheiten des Tages.

Der Küchenbereich ist vom Flur abgetrennt und trotzdem einsehbar. Die Küche ist mit einer Einbauküche zweckmäßig eingerichtet. Hier werden die Vorbereitungen für Speisen und Getränke getroffen. Unsere Küchenfee kümmert sich um alle anfallenden Arbeiten im Küchenbereich sowie um das das frisch gekochte Mittagessen von einem örtlichen Anbieter.

In dem großen Hauswirtschaftsraum stehen eine Waschmaschine und ein Wäschetrockner zur Verfügung. Weitere Fläche werden zur Aufbewahrung genutzt.

Unser Außengelände ist komplett abgeschlossen und von der Straße aus nicht einsehbar. Es befindet sich an der Rückseite des Hauses und ist zum Teil überdacht. Die Kinder finden hier eine Sandkiste, ein Spielhaus, eine Rutsche und weitere altersgerechte Spielmöglichkeiten zum Klettern, Krabbeln oder Ausruhen. Außerdem sind viele Fahrzeuge wie Rutschautos und Puppenwagen vorhanden. So oft sich die Gelegenheit bietet, nutzen wir das Außengelände und die Kinder sind ‚Chef im Garten‘.
Das Büro wird von allen Mitarbeitern als Arbeitsraum, für die Vorbereitungszeit sowie für Elterngespräche genutzt.
Unser Tagesablauf bietet den Kindern eine tägliche Struktur zur besseren Orientierung und gibt Sicherheit durch Verlässlichkeit.
07.30 – 08.00 Frühdienst (ab 3 Kinder, es entstehen zusätzliche Kosten)
08.00 – 08.30 Bring- und Freispielzeit
Alle Kinder sollten um 08.30 h anwesend sein

ca. 08.30 – 09.15 Gemeinsames Frühstück
In dieser Zeit möchten wir nicht gestört werden

09.15 Bringzeit in Ausnahmefällen

ca. 09.15 – 10.45 Angebote, Freispielzeit, gemeinsames Aufräumen
ca. 10.45 – 11.00 Singkreis mit Begrüßungslied, Fingerspielen etc.
ca. 11.00 – 11.45 Gemeinsames Mittagessen
ca. 11.45 – 13.45 Mittagsruhe/-pause
ca. 13.45 – 14.00 Aufwachphase
ca. 14.00 – 14.20 Gemeinsames Picknick
anschließend Freispiel

14.45 – 15.00 Abholzeit und Ende der regulären Betreuungszeit
ab 15.00 Spätdienst (ab 3 Kinder, es entstehen zusätzliche Kosten)
15.15 – 15.30 Abholzeit für Spätdienstkinder

Zu unserem gemeinsamen Frühstück bringen die Kinder ihr Essen im Rucksack mit. Dabei legen wir sehr viel Wert auf gesunde Ernährung (Brot, Joghurt, Obst, Gemüse usw.). Süße Sachen wie Marmelade, Honig, Nutella usw. sind nicht erlaubt. Unser tägliches Getränk ist Kräuter- oder Fencheltee. Mineralwasser und Milch stehen bei Bedarf zur Verfügung. Jeden Freitag gibt es zusätzlich Kakao zum Frühstück oder Picknick (Kakao-Tag).

Das frische und abwechslungsreich gekochte Mittagessen wird täglich geliefert. Die Hauptmahlzeiten bestehen aus Fleisch, Fisch und vegetarischen Lebensmitteln. Dazu gibt es immer eine Beilage (Gemüse) und ein Dessert (z.B. Obst, Gemüse, Pudding, Joghurt oder Quark). Die im Essen befindlichen Zusatzstoffe sind auf dem Menüplan zu den jeweiligen Speisen ausgewiesen. Bei mitgeteilten und bekannten Allergien der Kinder kann entsprechend reagiert werden. Zum Mittagessen tragen alle Kinder ein Lätzchen.

Nach dem Schlafen nehmen alle Kinder gemeinsam noch ein Getränk und das Picknick zu sich.

Jede Mahlzeit beginnen wir mit einem Ritual. Dazu suchen die Kinder einen Tischspruch aus, der nach dem gemeinsamen Zählen aufgesagt wird. Während der Mahlzeiten lernen die Kleinen von den Großen, durch Abgucken oder Blickkontakt nehmen sie am Geschehen teil und üben das selbstständige Essen.

Zum Mittagsschlaf, der Ruhephase, werden die Kinder umgezogen und auf ihre Schlafmatten oder in die vorhandenen Betten gelegt. Diese Schlafgelegenheiten befinden sich verteilt im Schlaf- und Gruppenraum. Jedes Kind hat eine eigene Matratze oder ein eigenes Bett und einen festen Schlafplatz. Hierdurch erhalten die Kinder die notwendige Sicherheit, um zur Ruhe kommen zu können. Sie werden von den Mitarbeitern bei der Einschlafphase individuell begleitet.

Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass alle Kinder den Mittagsschlaf/die Ruhe benötigen, auch wenn Eltern dies manchmal nicht so sehen. Bei uns findet ein anderer Tagesablauf als zu Hause statt, der die Kinder viel Kraft und Energie kostet. Deshalb werden alle Kinder zum Schlafen/Ausruhen hingelegt.

Liebevoll und mit dem nötigen Respekt werden die Kinder von uns behutsam gepflegt und gewickelt. Durch kleine Reime und Fingerspiele lockern wir die intime Situation auf. Wir begleiten die Kinder, wenn sie es möchten, zur Toilette und sind ihnen beim Waschen der Hände und Anziehen behilflich.
Partizipation beschreibt die Teilhabe und die Beteiligung einer Person am gesellschaftlichen Leben seiner Umwelt. Dazu gehören auch Mitwirkung, Mitbestimmung und Einbeziehung jeder einzelnen Person.
Die Kinder können im freien Spiel selbst entscheiden, was sie spielen, mit wem sie spielen und wie lange sie dies spielen wollen. Für so viele Entscheidungen braucht ein Krippenkind eine ganze Menge Fähigkeiten. Da sie diese Fähigkeiten meist erst noch erlernen, ist einen positive und wertschätzende Grundhaltung der pädagogischen Fachkräfte notwendig. Ideen und Interessen der Kinder nehmen wir in unsere pädagogische Planung auf, um gezielt Erfahrungen zu ermöglichen und Wissen zu vermitteln.

Die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Eltern und Erziehern ist von sehr großer Bedeutung. Ein regelmäßiger Austausch über das Verhalten und die Entwicklung des Kindes gehören ebenso dazu wie die täglichen Tür- und Angelgespräche. Zum gegenseitigen Informieren über besondere Vorkommnisse und Auffälligkeiten des Kindes gehören z.B. auch belastende Situationen im innerfamiliären Bereich, die Auswirkungen auf das Verhalten des Kindes haben könnten. Offenheit im Umgang miteinander spielt hier eine große Rolle. Nur so lassen sich konfliktträchtige Situationen von Beginn an vermeiden und Situationen bzw. Verhaltensweisen des Kindes können richtig interpretiert werden. Die pädagogischen Fachkräfte sind in jedem Fall an die gesetzliche Schweigepflicht gebunden.

Formen der Elternarbeit nach Bedarf:

  • Tür- und Angelgespräche für kurze, wichtige und aktuelle Informationen
  • Unterstützung bei Gartenaktionen
  • Mitbringen von Plätzchenteig, Backzutaten oder Spielmaterialien des täglichen Lebens
  • Unterstützung bei anfallenden Reparaturen (z.B. Spielwaren)
  • Mitglied im Verein „Die Krümelmonster e. V.“ werden

Formen der verpflichtenden Elternarbeit:

  • 14-tägigie Reinigung der Schlafkisten samt Inhalt
  • Elternabende (ca. drei pro Krippenjahr), mit Wahl der Elternvertreter, die bei Bedarf unterstützen oder zwischen Elternschaft und Fachpersonal vermitteln)
  • Teilnahme an extra Elterngesprächen zur Entwicklung der Kinder
  • Stärkung des Gruppenzusammenhalts durch Teilnahme an Aktionen und Festen
  • Planung eines Abschlussfestes
Die Grundlage für unsere pädagogische Arbeit bildet der Niedersächsische Orientierungsplan für Bildung und Erziehung. Für die Arbeit im Krippenbereich gibt es ergänzend zum Orientierungsplan die entsprechenden Handlungsempfehlungen: Die Arbeit mit Kindern unter drei Jahren.
Jedes Kind ist einzigartig, etwas ganz Besonderes und mit keinem anderen Kind vergleichbar. Wir stärken und fördern jedes einzelne Kind und respektieren es in seiner Persönlichkeit. Jedes Kind ist in sich vollkommen und zeigt uns, was es braucht. Hierfür ist es notwendig, sich dem Kind aufmerksam zuzuwenden, seine individuellen Bedürfnisse wahrzunehmen und zu unterstützen, ihm sowohl Respekt und Achtsamkeit als auch Vertrauen entgegen zu bringen. Das wachsende Selbstvertrauen ermutigt sie zu weiterem aktiven Handeln. Kinder wollen Aufmerksamkeit, Beachtung und Zuwendung spüren. Dafür brauchen sie Menschen, die Zuhören, die Zutrauen vermitteln, die Zeit schenken und ansprechbar sind, die verlässlich, freundlich und liebevoll reagieren. Als verantwortungsbewusste Vorbilder in alle Situationen unterstützen wir jedes Kind bei seinen ersten Schritten in ein neues Lebensumfeld. Uns ist besonders wichtig, die Kinder mit Herzlichkeit, Verständnis und Geduld zu begleiten, so dass es ihnen eigenständig gelingt, zu selbstständigen und selbstbewussten Menschen heranzuwachsen.

Unsere Motto sind die fünf ‚Z‘:
Wir lassen uns ZEIT
Wir werden ZUHÖREN
Wir geben ZUWENDUNG
Wir vermitteln ZUTRAUEN
Wir loben ZIELGERICHTET

Neben der direkten Arbeit am Kind stehen auch folgende Aufgaben an:

  • Vor- und Nachbereitung der Gruppenarbeit, von Festen, Veranstaltungen und Elternabenden
  • Interne Dienstbesprechungen zur Koordination der täglichen Arbeit und zum regelmäßigen Austausch untereinander
  • Externe Besprechungen mit anderen Einrichtungen
  • Vor- und Nachbereitung von Eltern- und Entwicklungsgesprächen
  • Beobachtungsberichte schreiben und auswerten
  • Gespräche mit Ämtern und Behörden
  • Anleitung von Praktikanten

  • Ausarbeitung und regelmäßige Fortschreibung der Konzeption
  • Lesen von Fachliteratur, Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen
  • Hauswirtschaftliche und administrative Arbeiten
  • Vorratshaltung und Bestellung von Spiel- und Bastelmaterial
Kleine Kinder haben sehr spezielle Interessen und Bedürfnisse. Sie verfolgen eigene Wege des Denkens, Verstehens und Lernens und sie entwickeln spezifische Deutungs- und Ausdrucksformen. Sie haben eine andere Perspektive und nehmen sich selbst und die Welt anders wahr als Erwachsene. Ihre Perspektive ist subjektiv geprägt. Sie wird durch bereits gemachte Erfahrungen und altersspezifische Möglichkeiten bedingt, diese Erfahrungen zu verarbeiten. Die unterschiedlichen Bildungsbereiche sind im niedersächsischen Orientierungsplan für Bildung und Erziehung beschrieben und damit Grundlage unserer Bildungsarbeit. Im Folgenden beschreiben wir diese Bildungsbereiche mit unseren Zielen und deren Umsetzung.

Wahrnehmung
Die sinnliche Wahrnehmung ist das Eingangstor für Welterfahrung. Nichts ist im Kopf, was vorher nicht in den Sinnen war. Das Ertasten der Beschaffenheit von Oberflächen und Materialien, das Erleben von Geruch, Geschmack, Geräuschen, Temperaturen, Lichtverhältnissen, liebevoller oder unangenehmer Berührung sowie einer Vielzahl weiterer als positiv oder negativ empfundenen Sinneserlebnissen sind für ein Kind zunächst lediglich Informationen.

Jedes Kind muss lernen, zwischen einer Vielfalt an Reizen auszuwählen und diese selektierten Reize zu bewerten. Wahrnehmung ist daher eine zentrale Entwicklungsaufgabe. Mit der Entwicklung seiner Sinnesorgane erhält ein Kind immer neue Zugänge zu seinem räumlichen und sozialen Umfeld sowie für die Entwicklung seines Körperbewusstseins und seines Selbstbildes. Auf der Grundlage von vielfältigen Sinneseindrücken macht ein Kind Erfahrungen, die wiederum für die weitere Entfaltung seiner Wahrnehmungskompetenz Bedeutung haben. Dabei wird seine Wahrnehmung immer genauer und differenzierter. Wahrnehmung ist damit der Verarbeitungsprozess von Sinneseindrücken.

Wahrnehmungskompetenz und Erfahrung werden im Spiel des Kindes erweitert und erprobt. Diese Wahrnehmungs-, Erfahrungs- und Lernprozesse entfalten sich in den ersten drei Lebensjahren über das Neugierverhalten (Exploration), das Funktions- und das Symbolspiel bis hin zum Rollenspiel. Altersgerechte Bildungsangebote berücksichtigen die enge Verzahnung von Wahrnehmung und Handeln in frühkindlichen Bildungsprozessen.

Unser Ziel ist es, Kindern Erfahrungsmöglichkeiten zu bieten und sie beim Weiterentwickeln ihrer Sinne zu begleiten und zu unterstützen.

Emotionale Entwicklung und soziales Lernen
Die Fähigkeit, Emotionen zu erleben und zu verstehen, ist für den Menschen von zentraler Bedeutung. Emotionsverständnis und Emotionswissen eines Kindes entwickeln sich im Dialog mit Bezugspersonen. Das Verhalten von Eltern, pädagogischen Fachkräften und anderen Kindern gibt dem Kind wichtige Rückmeldungen für die Entwicklung seiner Gefühlswelt. Schon ein Säugling nimmt in der Mimik seines Gegenübers sehr unterschiedliche Reaktionen und Emotionen wahr und lernt Schritt für Schritt zwischen unterschiedlichen Gefühlen wie Überraschung, Freude, Glück, Ärger, Angst und Wut zu unterscheiden. Kleine Kinder sind ihren Gefühlen zunächst ausgeliefert und können sie kaum regulieren. Sie wechseln schnell zwischen herzzerreißendem Weinen und freudigem Strahlen. Ab dem 3. Lebensjahr nimmt ihre Fähigkeit zur Regulation von Gefühlen zu und vertraute Gegenstände können in ersten Regulationsstrategien eine wichtige Rolle spielen. Die Entfaltung der kindlichen Wahrnehmungsfähigkeiten und das wachsende Selbstempfinden erfolgen im engen Kontakt zwischen dem Kind und seinen Bezugspersonen. Die Erfahrungen, die Kind und Bezugsperson gemeinsam machen, und der Austausch über das Erlebte ist die Keimzelle frühkindlicher Bildung. Am „Du“ der Bezugsperson wird das Kind zum „Ich“. Je intensiver Bezugsperson und Kind in einen gegenseitigen Austausch treten und in wechselseitiger Auseinandersetzung miteinander kommunizieren, umso stärker macht das Kind die Erfahrung, dass sein Verhalten Wirkung erzielt. Von den Interaktionen mit Bezugspersonen hängt ab, wie Kinder sich selbst einschätzen. Wir tragen daher eine große Verantwortung, dass sich ein Kind als kompetent, wichtig und einflussnehmend erleben kann und ein positives Selbstbild entwickelt.

Unser Ziel ist es, dass die Kinder Fähigkeiten entwickeln, in einer Gemeinschaft zu leben und sich mit ihnen auszutauschen. Dazu gehört auch der Umgang mit den eigenen Emotionen und den Emotionen anderer Menschen.

Entwicklung kognitiver Fähigkeiten und der Freude am Lernen
Der Begriff der Kognition leitet sich aus dem lateinischen Verb ‚cognoscere‘ ab, welches mit ‚erfahren, kennenlernen und erkennen‘ übersetzt wird. Er bezeichnet das menschliche Denken in einem umfassenden Sinn, von der Erfahrung über deren Verarbeitung bis hin zu Erkenntnis und Wissen. Zu den kognitiven Fähigkeiten als Grundlage für menschliches Denken zählen Aufmerksamkeit, Konzentration, Erinnerung aber auch Kreativität, Planen, Schlussfolgern und die Vorstellungskraft. Der Erwerb kognitiver Fähigkeiten ist ein wichtiger Bestandteil frühkindlicher Entwicklungsaufgaben und Bildungswege. Schritt für Schritt entwickelt ein Kind das Denken als ‚innerliches Handeln‘ und kann sich auch mit Gegenständen, Personen und Situationen auseinandersetzen, die nicht präsent sind. Mit Hilfe dieser Denkstrukturen kann ein Kind nun planen, bevor es handelt, und Vermutungen über das Ergebnis von Abläufen und Handlungen anderer anstellen.

Die kognitive Entwicklung eines Kindes verläuft vom konkreten, handlungsnahen, egozentrischen hin zum abstrakten, theoretischen, mehrperspektivischen Denken. Sie ist ein vielschichtiger Reifungs- und Entwicklungsprozess in aktiver Auseinandersetzung mit der natürlichen und sozialen Umwelt. Sie verläuft eng verknüpft mit und in wechselseitiger Abhängigkeit von anderen Entwicklungsbereichen wie z.B. der Entwicklung von Wahrnehmung, Bewegung und Sprache. Ausgangspunkt für die kognitive Entwicklung ist die Bindung eines Kindes an seine Bezugspersonen. Je vielfältiger seine Beziehungen zu Erwachsenen und anderen Kindern sind, desto differenzierter können sich seine konkreten Handlungs- und Vorstellungswelten und letztlich auch sein abstraktes Denken entwickeln.

Unser Ziel ist es, die Lernfreude der Kinder zu unterstützen und sie dazu anzuregen, eigene Lernstrategien zu entwickeln.

Körper, Bewegung und Gesundheit
Bewegung ist die Voraussetzung für Bildung, denn Erfahrungen lassen sich nur in einer bewegten Auseinandersetzung mit der Umwelt machen. Das Greifen wird zum Begreifen und Ergreifen, das Fassen zum Befassen und Erfassen. Die Entwicklung von motorischen Fähigkeiten eröffnet immer auch neue Horizonte für Fühlen, Wahrnehmen, Handeln und Denken. Kriechen, Rutschen und Rennen befähigen nicht nur zur Beherrschung des eigenen Körpers, sondern ermöglichen auch Erfahrungen für die Entwicklung neuer, abstrakter Denkstrukturen. Die Bedeutung von Begriffen wie ‚hinein‘ und ‚hinaus‘, ‚hoch‘ und ‚herunter‘ erfahren und lernen kleine Kinder in Bewegung. In gleicher Weise wird das spätere Erlernen komplexer Bewegungsabfolgen (Turnen, Radfahren) dadurch bedingt, dass ein Kind seine Bewegungsabfolgen planen kann. Wie Essen, Trinken und Schlafen ist Bewegung ein Grundbedürfnis und damit Voraussetzung für die körperliche, geistige und seelische Entwicklung eines Kindes und für sein gesundes Aufwachsen. Das Bedürfnis von Kindern nach Bewegung ist über den Tag verteilt sehr unterschiedlich. Jedes Kind braucht sein Maß an Bewegung und muss dieses im Laufe des Tages gemäß seinem individuellen Bedarf ausleben können. In gleicher Weise braucht es sein individuelles Maß an Ruhephasen, um sich nach bewegungsintensiven Phasen wieder zu erholen und Erlebtes zu verarbeiten. Gut gemeinte Hilfestellungen fördern nicht die motorische Entwicklung, sondern bergen die Gefahr von Verunsicherung. Niemand muss Kindern zeigen, wie sie Krabbeln, Sitzen, Aufstehen oder Laufen lernen können. Kinder können sich selbst die Aufgaben stellen, die sie für das Erreichen ihrer nächsten Entwicklungsschritte bewältigen müssen. Um ihre körperlichen Fähigkeiten in der ganzen Bandbreite zu entfalten, brauchen Kinder allerdings einen abwechslungsreichen Bewegungsraum mit vielfältigen Übungs- und Erfahrungsgelegenheiten, in dem Möglichkeiten und Grenzen von Körperbeherrschung getestet werden können.

Unser Ziel ist es, den Kindern ganzheitlich Chancen zur Bewegung zu ermöglichen und sie zu motivieren, ihren Körper kennenzulernen und einzusetzen. Ziel der ernährungspädagogischen Arbeit ist es, die Kinder die Signale ihres Körpers (Durst, Hunger) spüren zu lassen, um sie zu einem regelmäßigen und selbstbestimmten Umgang mit Nahrung zu befähigen.

Kommunikation, Sprache und Sprechen
Die Fähigkeit, Sprache/n zu erwerben, ist Teil der genetischen Veranlagung eines Menschen. Das Gehirn eines Kleinkindes ist von Natur aus darauf vorbereitet, sprachliche Muster zu entdecken sowie Regeln zu bilden und zu verfeinern. Schon die Kleinsten verstehen viel. Bevor Kinder selbst erste Wörter aussprechen (Sprachfähigkeit), verfügen sie bereits über einen passiven Wortschatz. Sie zeigen durch ihre Blickrichtung oder ihr Verhalten, dass sie eine Mitteilung oder eine Aufforderung verstehen können (Sprachverständnis). Die Entwicklung der Sprachfähigkeit ist kein linearer Prozess, sondern macht Pausen, die manchmal wie Rückschritte wirken. In welchem Alter ein Kind das erste Wort klar und deutlich sprechen kann, ist von Kind zu Kind verschieden. Die Sprachentwicklung verläuft individuell so unterschiedlich, dass in den ersten drei Lebensjahren nur schwer von einer altersgemäßen Entwicklung gesprochen werden kann. Für die ersten Lebensjahre gilt jedoch: Zuerst kommt das Denken, dann das Verstehen und schließlich das Sprechen.

Sprachbildung ist daher eng verzahnt mit allen anderen Lern- und Bildungsprozessen der frühen Kindheit. Auch wenn die Fähigkeit zum Spracherwerb angeboren ist, können Sprache und Sprechen nur in der direkten Interaktion mit anderen Menschen erlernt werden. Jedes Bemühen um die Förderung von Sprachverständnis und Sprachentwicklung setzt voraus, dass Kinder unter Einbeziehung aller Sinne in kommunikative Prozesse einbezogen werden. Sprachbildung beruht daher auf guten Sprachvorbildern, beziehungsvoller Interaktion und dem kommunikativen Miteinander im Alltag der Kinderkrippe. Sie ist kein zusätzliches und periodisch stattfindendes Angebot, sondern muss bei der Gestaltung aller Kommunikations- und Interaktionsprozesse systematisch mitgedacht werden. So wie Kinder mit Gegenständen spielen, spielen sie auch mit ihrer Sprache. Aufgrund dessen, was sie hören, stellen sie Regeln über den Gebrauch von Sprache auf. Sie experimentieren mit ihrer Stimme, mit Mimik, Gestik, Worten und grammatikalischen Strukturen. Sie freuen sich, wenn sie unbekanntes Terrain erobern und dabei etwas Neues ausdrücken können. Fantasie und Vielfalt prägen dabei ihre Ausdrucksweisen.

Wir gehen auf die spielende Erforschung der sprachlichen Welt ein, bekunden ihr Interesse an kreativen Äußerungen und Wortschöpfungen und bieten Kindern als Gesprächsvorbild immer wieder neue Wörter und Satzstrukturen an. Ausgehend vom jeweiligen Sprachverständnis eines Kindes gehen wir auf seine Interessen ein. Sprachbildung ist damit immer Teil der Vermittlung von Weltwissen. Kinder, die immer komplexere Alltagssituationen in Sprache ausdrücken können, bringen über Sprache Ordnung in ihr Handeln und Denken.

Unser Ziel ist, dass die Kinder Körpersprache, Mimik und Gestik entwickeln. Sie sollen die Fähigkeit erwerben, mit anderen Kindern in Kontakt zu treten, ein gut artikuliertes, grammatikalisch richtiges Sprechen erlernen und vollständige Sätze benutzen.
Lebenspraktische Kompetenzen

Kinder haben den unbedingten Willen, die Welt zu erobern. Sie erleben in ihren Aktivitäten, dass sie imstande sind, etwas zu leisten. Sie wollen dabei selbstständig entscheiden und handeln. Sie wollen ihren Alltag selbstbestimmt bewältigen und nicht nur passiv gefüttert, angezogen oder gewaschen werden. Sie fordern: Hilf mir, es selbst zu tun! Das Erfahrungsfeld Lebenspraxis hat daher für die Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern eine hohe Bedeutung und im Krippenalltag ergibt sich eine Fülle von Lernsituationen. Kinder erschließen sich in der Regel ihre lebenspraktischen Kompetenzen im Umgang mit erwachsenen Bezugspersonen und anderen Kindern ganz von selbst. Wenn ein Kind bereit ist, etwas selbst zu machen, zeigt es dies in der Regel recht deutlich. Es beginnt, bestimmte Handlungen spielerisch nachzuahmen oder bekundet sein Interesse an bestimmten Tätigkeiten.

Über Nachahmung lernen sie die Ausführung von Alltagshandlungen, den funktionellen Gebrauch von Gegenständen und die mit ihrer Nutzung verbundenen Fertigkeiten. Ein wesentliches Merkmal der Gestaltung von Lern- und Bildungsprozessen im lebenspraktischen Bereich ist daher, dass Erwachsene Kinder an ihren Tätigkeiten beteiligen und die Beiträge der Kinder als kompetente Unterstützung werten.

Unser Ziel ist es, dem Kind eine Vielzahl von Alltagssituationen zur Erfahrung von Selbstständigkeit zu bieten und dem natürlichen Autonomiebestreben mitzuwirken.

Mathematisches Grundverständnis
Erstes mathematisches Denken bedeutet, Strukturen und Gesetzmäßigkeiten zu erkennen und Dinge miteinander in Beziehung zu setzen. Eine der ersten und wichtigsten Denkleistungen des Säuglings besteht darin, die Welt in verstehbaren Mustern wahrzunehmen, sie in ihren unterschiedlichen Formen – zum Beispiel als Stimmen und Gesichter – sinnlich zu begreifen und einander zuzuordnen. Schon Babys bilden Kategorien, erkennen die Gesamtausdehnung von Gegenständen und können Mengenunterschiede grob abschätzen, wenn sie groß genug sind. Diese Leistung ist eine wichtige Voraussetzung für das Verständnis der Begriffe ‚mehr‘ und ‚weniger‘ und eine wichtige Grundlage für das spätere Rechnen.

Das Verständnis für die Kardinalzahlen von 1 bis 4 entwickelt sich schon bei Kindern in den ersten drei Lebensjahren. Mathematisches Denken ist damit schon in der frühen Entwicklung eines Kindes fest verankert. Das abstrahierende und folgernde Denken entwickelt sich auf der Grundlage kognitiver Fähigkeiten, Eigenschaften von Objekten zu unterscheiden. Dieses Denken zeigt sich in der Begeisterung, mit der Kinder Dinge nach ihren verschiedenen Eigenschaften sammeln, sortieren und vergleichen. Sie differenzieren Steine, Muscheln oder Blätter und Alltagsgegenstände wie Plastikbecher, Kisten, Kartons und Papiertüten laden zum Abstrahieren und Gruppieren ein. Jedes Kind verfolgt sein eigenes Ordnungssystem, das sich an sehr unterschiedlichen Kriterien orientieren kann: Verwendungszweck (Kochen, Essen, Putzen), Formen (rund, eckig, gerade), Farben (von bunt nach grau) oder auch Gefühlen (von lustig nach langweilig).

Unser Ziel ist es, den Kindern im Alltag spielerisch unterschiedliche Formen, Farben, Mengen, Gewichte und Größen anzubieten und sie diese bewusst erfahren zu lassen.

Ästhetische Bildung
Der Begriff ‚Ästhetik‘ beinhaltet die Bedeutung der Wahrnehmung als Grundlage für Lern- und Entwicklungsprozesse. Gleichzeitig wird Ästhetik auch als die Lehre von Schönheit und Harmonie in Natur und Kunst beschrieben.

Ästhetische Bildung bietet Kindern Chancen, sich in einer kreativen Auseinandersetzung mit ihrem Lebensumfeld zu entwickeln. Sie fördert die Wahrnehmung und Interpretation von Sinneseindrücken. Sie regt dazu an, Mittel des Gestaltens zu nutzen, um kindliche Erfahrungen zu reflektieren, auszudrücken und zu verarbeiten. Jeder Sinnesbereich wird durch spezifische Formen der ästhetischen Bildung in besonderer Weise angesprochen: das Auge erfasst und verarbeitet die Formen des bildnerischen Gestaltens, das Ohr die Musik mit ihren Klängen und Melodien, die Körpersensorik den Tanz und die rhythmische Bewegung. Bei allen hier erwähnten Formen der ästhetischen Bildung geht es darum, den Schaffensprozess des Kindes und die mit ihm verbundenen Erfahrungen zu unterstützen. Es geht nicht darum, mit einer Gruppe von Kindern ein Produkt oder Ergebnis zu erzielen oder aber eine perfekte Vorstellung zu inszenieren. Bei der Begleitung und Unterstützung des künstlerischen und kreativen Schaffens kleiner Kinder gilt in besonderer Weise die Devise: Der Weg ist das Ziel!

Unser Ziel ist es, die Kinder dabei zu unterstützen, ihr eigenes ästhetisches Empfinden kennenzulernen, zu verstärken und wahrzunehmen. Wir fördern die Fantasie und Kreativität der Kinder und wertschätzen ihre ersten ‚Spuren‘.

Singen, Tanzen und Musizieren sind elementare Ausdrucksformen der Menschheit. Auch kleine Kinder haben ein großes Bedürfnis, mit ihrer Stimme und ihrem Körper musikalisch tätig zu sein. Sie lassen sich von Liedern beruhigen, bewegen sich im Rhythmus von Musik und äußern Gefühle und Stimmungen in Melodien und Liedern. Rhythmisch musikalische Angebote in der Kinderkrippe können Kinder bei der Bewältigung wichtiger Entwicklungsaufgaben unterstützen. Singen berührt die Seele. Wiederkehrende Morgen-, Spiel-, und Singkreise sind bei kleinen Kindern daher sehr beliebt. Schon einjährige Kinder gehen innerlich mit, auch wenn sie noch nicht selbst aktiv mitsingen können. Gemeinsames Musizieren stärkt das Wir-Gefühl und vermittelt das Gefühl der Zugehörigkeit zur Gruppe. Begrüßungs- und Abschiedslieder bilden wichtige Rituale, die Sicherheit im Tagesablauf geben. Das wiederholte Singen von Liedern oder rhythmische Sprechen von Reimen fördert den Spracherwerb.

Gegenstände, mit denen man Töne und Klänge erzeugen kann, haben für Kinder unter drei Jahren eine hohe Anziehungskraft. Die Möglichkeit, diese Instrumente laut oder leise zu spielen und zwischen Klang, Klangfarben und Schlag zu unterscheiden, schafft Raum für differenzierte Hörerfahrungen, Selbstwirksamkeitserfahrungen und die eigene Körperwahrnehmung.

Auch bei der Bearbeitung von plastischem Material können Kinder sinnliche Erfahrungen machen, motorische Kompetenzen erproben und dreidimensionale Gestaltungsmöglichkeiten erkunden. Ton und Knetmasse gehören daher zur Ausstattung unserer Kinderkrippe. Damit kann man rupfen, zupfen, reißen, Berge bauen oder Löcher bohren. Je runder und homogener Formen wie Kugeln oder Schlangen werden, desto mehr hat sich die Koordination zwischen Unterarm, Handfläche und Fingern des Kindes entwickelt. Weitere Erfahrungsfelder sind Reißen, Schnipseln, Kleben und Kleistern mit Papier, Wasser und Klebstoff.

Natur und Lebenswelt
Die Natur ist ein breites Forschungsgebiet. Es reicht vom eigenen Körper bis zum Außengelände und Umfeld der Kinderkrippe. Kinder haben ein großes Interesse an Biologie und Physik zum Anfassen.

Für die Erkundung von Natur und Lebenswelt brauchen Kinder unter drei Jahren keine Versuchsaufbauten und Anleitungen. Kinder wollen ihren Interessen folgen, Erfahrungen machen und Gesetzmäßigkeiten erkennen. Bei Krippenkindern verlangt dies eine Lernumgebung, in denen Dinge und Personen überschaubar, aber gleichzeitig auch vielfältig sind. Beispiele dafür sind eine nasse Rasenfläche, über die ein Kind krabbeln kann, ein Waldboden mit Laub, Ästen und Steinen oder aber der Wechsel des Wetters im Laufe des Jahres. Orte, Zeiten, Bedingungen und zur Verfügung gestellte Materialien sollen Kindern ermöglichen, alle Sinne einzusetzen und selbst aktiv zu werden. Über Erkenntnisziele, die Nutzung der Materialien sowie die dafür benötigte Zeit sollen die Kinder selbst entscheiden können.

Unser Ziel ist es, den Kindern die Möglichkeit zu geben, die Natur- und Lebenswelt bewusst zu erleben, mit allen Sinnen kennenzulernen und zu erforschen.

Ethische und religiöse Fragen
Die Bedeutung von Beziehung und Bindung, die Entwicklung von Persönlichkeit und Individualität und die großen Fragen von Anfang und Ende, Leben und Tod sind Grunderfahrungen menschlicher Existenz.

Schon von klein auf spüren Kinder Glück und Trauer, Geborgenheit und Verlassenheit, Vertrauen und Angst. Dies sind existentielle Erfahrungen, die von allen Kindern intensiv erlebt werden. Schon kleine Kinder wollen die vielfältigen und widersprüchlichen Erfahrungen ihrer Existenz ordnen, sie in einen sinnvollen Zusammenhang bringen und damit Unsicherheit reduzieren. Kinder, die sich fragen, warum Opa gestorben ist oder wieso sich die Eltern getrennt haben, brauchen uns in der Kinderkrippe als einfühlsame Dialogpartner, die sich mit den philosophischen und religiösen Fragen der Kinder auseinandersetzen können. Authentisches Handeln erfordert hier, dass wir unsere persönliche Haltung zu ethischen und religiösen Fragen kennen und auch im Kontext unseres pädagogischen Handelns reflektieren können.

Die philosophische und religiöse Bildungsarbeit greift die spezifischen Fragestellungen kleiner Kinder auf. Sie fängt nicht erst da an, wo man einem Kind etwas mit Worten erklären kann. Sie beginnt dort, wo das Kind Interesse, Wertschätzung, Zuneigung und Respekt für die ihm eigene Würde erfährt. Sie vermittelt Vertrauen und Zuversicht. Worte und Verstehen kommen erst später.

Unser Ziel ist es, den Kindern Offenheit und Achtung gegenüber anderen Kulturen und Religionen, sowie Bräuchen, Sitten und Festen zu vermitteln.

Der Eintritt eines Kindes in die Krippe ist oft der erste Übergang in seiner Lebensgeschichte und für die weitere Persönlichkeitsentwicklung bedeutsam. Es ändert sich eine ganze Menge:
  • Erste Trennung von den bisher wichtigsten Bezugspersonen
  • Kinder werden selbstständiger, da nicht immer sofort jemand hilft
  • Kreis der Bezugspersonen wird grösser
  • Gewöhnung an neue Abläufe, veränderten Tagesablauf und anderen Rhythmus
  • Mehr Reize und Lärm müssen verarbeitet werden
  • Orientierung in einer neuen Umgebung
  • Erlernen und Einhalten von Regeln des gemeinsamen Spielens und der Gruppe
  • Intime Pflegemaßnahmen zulassen und später ‚sauber werden‘
  • Das einzelne Kind steht nicht immer im Mittelpunkt: Teilen von Bezugspersonen, Spielzeug, Spielgeräten, Materialien und Plätzen
  • Sprachentwicklung schreitet voran
  • Gruppenorientierung / Beziehungen eingehen / miteinander spielen lernen
  • Selbstbehauptungs- / Durchsetzungsvermögen üben
  • Konfliktbewältigung erleben

Dieses ist nur eine beispielhafte Aufzählung der Dinge, die Kinder neu erfahren bzw. erlernen, wenn sie unsere Einrichtung besuchen. Wir wollen und werden sie bei diesem Prozess begleiten und individuelle Hilfestellungen geben. Mit Zuwendung und Respekt schaffen wir ‚Großen‘ eine Atmosphäre, in der sich die ‚Kleinen‘ geborgen fühlen.

Deshalb ist die Eingewöhnung für alle sehr wichtig, für die Kinder, die Eltern und das Team. Sie entscheidet über den Aufnahmeerfolg und die weitere Entwicklung des Kindes in außerfamiliärer Betreuung.

Ab dem sechsten Lebensmonat bis in das dritte Lebensjahr hinein bindet sich das Kind an einige wenige Bezugspersonen. Ein- oder zweijährige Kinder, die eine Kindertageseinrichtung besuchen, müssen sich zeitweilig von ihren bisherigen Hauptbezugspersonen trennen können und eine neue Beziehung zu einer oder mehreren bislang unbekannten Bezugsperson/en aufbauen. Dieses ist eine bedeutende und für die Kinder äußerst anspruchsvolle Entwicklungsaufgabe. Den Kindern werden bei uns in der Eingewöhnungszeit keine festen Bezugspersonen zugeteilt. Bisherige Erfahrungen haben gezeigt, dass Kinder sich sehr schnell ihre Bezugsperson suchen. Sie entscheiden nach Faktoren, die von Erwachsenen oft nicht bedacht werden, wie z.B. nach Stimme, ähnlichem Aussehen, etc.

Nach einer gelungenen Eingewöhnung hat ein Kind etwas ganz Wichtiges gelernt: „Meine Mutter bzw. mein Vater und ich können uns beruhigt voneinander verabschieden. Sie/Er hat mir gezeigt, dass ich hier bedenkenlos bleiben kann und die Erzieher auf mich aufpassen. Aber meine Mutter/mein Vater kommt wieder, holt mich ab und wir gehen gemeinsam nach Hause.“

Wichtig ist, dass sich die Eltern mindestens drei Wochen Zeit für den Prozess der Eingewöhnung nehmen. Dazu hat das Team der Krümelmonster ein individuelles Modell entwickelt und damit bisher sehr gute Erfahrung gesammelt. Dieses Modell gliedert sich wie folgt:

1. Phase
Der Besuch in der Krippe beträgt während der ersten Woche täglich 1 Stunde. Ein Trennungsversuch wird nicht gemacht. Die Bezugsperson bleibt eine Stunde und geht dann gemeinsam mit dem Kind, auch wenn das Kind noch nicht möchte. Wir Erzieherinnen beobachten, führen Gespräche mit den Eltern, überlassen aber das Kind und den Eltern die ersten Erfahrungen. Wir nehmen in unterschiedlichster Art und Weise Kontakt auf.
„Wenn es am schönsten ist, sollte man gehen“, lautet unser Motto.

2. Phase
Der erste Trennungsversuch wird in der 2. Woche durchgeführt. Reagiert das Kind aufgeschlossen und überzeugt es sich nicht ständig, ob die Bezugsperson (Mama, Papa, …) noch da ist, kann sie die Einrichtung für kurze Zeit verlassen. Wichtig ist, dass sich die Bezugsperson von dem Kind verabschiedet! Sie bleibt in Rufnähe (Mobiltelefon). Falls das Kind weint und sich von der Erzieherin nicht trösten lässt, kann die Bezugsperson schnell wiederkommen.
Die Erzieherinnen haben durch freie Beobachtungen und Gespräche die Eltern und das Kind kennengelernt.

3. Phase
Kann das Kind sich gut von der Bezugsperson lösen, sollte diese morgens nur noch kurze Zeit im Gruppenraum bzw. in der Einrichtung bleiben, sich vom Kind verabschieden und zu einer verabredeten Zeit wieder in die Krippe zurückkehren.
Die Dauer der Eingewöhnung ist abhängig vom Bindungstyp des Kindes!
Jede einzelne Phase kann nach Bedarf des Kindes verlängert oder auch verkürzt werden.

Alle Kinder werden im laufenden Krippenjahr im Krippenalltag ein- bis zweimal gezielt beobachtet. Die Entwicklungsbeobachtung und die ausgewählten Aufgaben orientieren sich größtenteils am sogenannten Meilenstein-Prinzip und umfassen die folgenden Bereiche:
  • Haltungs- und Bewegungssteuerung: wie ist die Motorik entwickelt?
  • Entwicklung der Feinmotorik: wie differenziert kann das Kind greifen?
  • Sprache rezeptiv und expressiv: welche Worte werden verstanden, welche gesprochen?
  • Kognitive Entwicklung: welche Aufgaben kann das Kind wie umsetzen?
  • Soziale Entwicklung: wie ist der Kontakt zu andern Kindern?
  • Emotionale Entwicklung: welche Gefühle kennt das Kind?

Die Entwicklungsschritte werden in vorliegenden Entwicklungs- und Dokumentationsbögen festgehalten. Bei einem Entwicklungsgespräch mit den Eltern wird anhand des ausgewerteten Dokumentationsbogens der Entwicklungsstand des Kindes kommuniziert. Dabei sind sowohl Entwicklungsrückstände als auch besondere Begabungen Inhalt des Gespräches. Gemeinsam kann so mit den Auskünften der Eltern gezielt an der Entwicklung des Kindes gearbeitet werden bzw. eine Förderung geplant werden.

In unser Krippenjahr gehören natürlich auch Feste. Sie bilden Höhepunkte im Alltag, sind etwas Besonderes, Highlights, die sich vom Regelmäßigen abheben.

Unsere pädagogische Arbeit basiert auf keiner bestimmten Konfession und es gibt bei uns keine konfessionelle Erziehung, wir orientieren uns an den Festen unseres Kulturkreises. Unsere Feste und Projekte vermitteln den Kindern ein Gefühl für die Jahreszeiten und den dazugehörigen Feierlichkeiten wie Laternenfest, Nikolaus, Weihnachten, Fasching, Ostern und Sommerfest.

Zusätzlich feiern wir selbstverständlich Geburtstage und das Abschlussfest, das von den Eltern organisiert wird. Einige Feste feiern die Mitarbeiterinnen zusammen mit den Kindern, bei anderen feiern die Eltern und Familien mit, z.B. Papa-Tag, Mama-Tag oder das Familienfest. Letztere sind Möglichkeiten für die Eltern, sich näher kennenzulernen und in engeren Kontakt zu der Einrichtung zu kommen z.B. beim Zusammensein, geneinsame Aktivitäten und beim Aufräumen.

Bei gemeinsamen Festen wird die Verbindung zwischen der Krippe und den Familien für alle erlebbar, was uns sehr wichtig ist.
Das Besondere an allen Feierlichkeiten ist, dass sie den Alltag durchbrechen. Sie brauchen eine bestimmte Vorbereitung und vermitteln besondere Stimmungen. Sie bündeln bestimmte Themen. Zu den jeweiligen Festen gehören auch Bücher, Rituale, Geschichten und Lieder und die Räume werden je nach Anlass dekoriert.

Ein Projekt ist eine längerfristige Untersuchung eines Themas, wobei unterschiedliche Methoden eingesetzt werden. In der Regel wird es von der ganzen Gruppe durchgeführt, es kann aber auch nur mit einem Teil der Gruppe realisiert werden. Die Projekte können je nach Thema unterschiedlich lange dauern.

Eine Projektarbeit findet nach der Eingewöhnungszeit statt, wenn das pädagogische Personal von den Kindern als Bezugsperson angenommen wurde und die Kinder mit der neuen Umgebung sowie den neuen Regeln vertraut sind.
Projektarbeit fordert und stärkt die Kinder in ihrer gesamten Entwicklung und integriert möglichst alle Bildungsbereiche. Sie unterstützt die Kinder selbstbestimmt und kooperativ zu handeln, Vertrauen in eigene Kompetenzen zu gewinnen, Wissen zu erwerben und ein Thema von der Entstehung bis zum Schluss zu verfolgen (Ausdauer). Sie ermutigt zum Forschen, Entdecken, engagiert und mutig sein und stärkt handlungs- und lösungsorientierte Kompetenz.

Unsere Projekte entwickeln sich aus verschiedenen Situationen, die sich u.a. im Alltagsgeschehen ergeben. Anhand von kindlichen Signalen erkennen wir die Interessen und greifen diese auf. Beabsichtigte Projekte werden den Eltern frühzeitig mitgeteilt und vorgestellt. Für die Projektarbeit entstehen zusätzliche Kosten, die auf Antrag (Job-Center der Region Hannover) über das Bildungs- und Teilhabepaket der Bundesregierung übernommen werden.

Unter Anleitung einer anerkannten Fachkraft der Musikschule Neustadt wird einmal wöchentlich für ca. 45 bis 60 Minuten die Musikalische Früherziehung durchgeführt. Dort nimmt die gesamte Gruppe teil. Es werden Lieder gesungen, Bewegungslieder und Fingerspiele zum Thema der Gruppe oder der Jahreszeiten durchgeführt.
Der Geburtstag ist für Kinder der wichtigste Tag im Jahr, denn Geburtstag zu haben heißt: Heute bin ich die absolute Hauptperson und alles dreht sich um mich. Dieser Tag wird von den Erzieherinnen für die Kinder liebevoll gestaltet.

Bereits zum Betreuungsbeginn wird von jedem Kind für einen Geburtstagskalender ein Foto benötigt.

Zum Frühstück wird ein Geburtstagsplatz am Tisch gedeckt. An diesem Tag darf das jeweilige Kind auf einem besonderen Stuhl, dem Geburtstagsstuhl, vor unserem großen ‚Krümelmonster‘ mit einer wunderschönen glänzenden Krone sitzen. Gemeinsam singen alle ein Geburtstagslied („Kräht der Hahn früh am Morgen…“).

Anschließend erhält das Geburtstagskind im Morgenkreis eine gebastelte Kette und darf sich ein anderes Kind zum Tanzen aussuchen, während hierzu ein Lied gesungen wird. Von der Gruppe erhält das Geburtstagskind eine Kleinigkeit als Geburtstagsgeschenk und es überreicht der Gruppe ein kleines Präsent. Hierbei handelt sich um Dinge, die für die Gruppe sinnvoll sind und benötigt werden.
Zum Abschluss des Morgenkreises darf sich das Kind noch ein Spiel oder Lied wünschen.

Eine große Bedeutung besteht für uns darin, dass wir als Erzieherinnen nicht nur die Personen kennenlernen, die das Kind in die Einrichtung bringen, sondern auch den Partner bzw. die Geschwisterkinder. Nach der Eingewöhnungsphase, bei der überwiegend die Mütter die Kinder begleiten, bieten wir den Papas eine Aktion an, bei der wir etwas für das Laternenfest vorbereiten. Zum Laternenfest im Schlosshof sind dann alle Familienmitglieder eingeladen. Im Frühjahr organisieren wir einen Mama-Tag oder einen Familientag auf einem Spielplatz außerhalb der Krippe.
Zum Ende des Krippenjahres planen die Eltern ein Abschlussfest für die Kinder, Familien und Mitarbeiterinnen. Die Elternvertreter besprechen den Wunsch der Eltern mit dem pädagogischen Personal und alle legen hierfür gemeinsam den Ort und Ablauf fest. Das pädagogische Personal unterstützt die Eltern mit musikalischen Beiträgen und kleinen Aktionen, passend zum Abschlussfest. Sie unterstützen die Eltern weiter in allen anfallenden Fragen und Aufgaben, damit dieser Tag für alle in Erinnerung bleibt.

Das Krippenjahr endet für Kinder, die die Einrichtung verlassen, immer einen Tag vor Beginn der Sommerschließzeit. So können diese Kinder mit einem besonderen Abschluss (aus dem Fenster schmeißen) von allen verabschiedet werden.

Am letzten Tag vor Beginn der Schließzeit sind die in der Krippe verbleibenden Kinder unter sich – nun sind sie die Großen.

Liebe Eltern und Interessierte, wir machen uns fortlaufend viele Gedanken, um diese Konzeption unserer Arbeit entsprechend zu formulieren. Bei offenen Fragen nehmen Sie persönlichen Kontakt zu uns auf. Lernen Sie uns persönlich kennen und machen Sie sich in unserer Kinderkrippe darüber ein Bild, wo der Alltag Ihres Kindes stattfindet bzw. stattfinden könnte.

Nach vorheriger Absprache heißen wir Sie zu einem Besichtigungstermin bei den „Krümelmonstern“ herzlich Willkommen.

Konzeption geschrieben vom Team der Kinderkrippe und dem Vorstand

Kontakt

Die Krümelmonster e.V.
Rundeel 4
31535 Neustadt

05032/ 918749

Öffnungszeiten

Mo.-Fr. 08.00h – 15.00h (Regelbetreuungszeit)
Frühdienst ab 07.30h
Spätdienst bis 15.30h